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Die 5 besten Fingerübungen für Akkorde am Klavier (PDF)

Die folgenden 5 Fingerübungen für Akkorde am Klavier (PDF unten) sind so gestaltet, dass sie für Akkorde-Lernende den optimalen Lerneffekt erzielen.

Du wirst Akkorde spielen quer durch alle 12 Tonarten, in den verschiedenen Umkehrungen, Dur und Moll, mit linker und rechter Hand. Du kannst dich also mit den Tonarten, Stufen und Umkehrungen der Dreiklänge vertraut machen während du deine Finger trainierst. Aber Achtung, diese Übungen können auch süchtig machen 🙂

Eigentlich empfehle ich für Akkorde-Lernende selten Übungen, denn am besten lernst du Akkorde indem du Stücke spielst. Aber manchmal kommt einem einfach kein gutes Stück in den Sinn oder man will einfach mal durch alle Tonarten durch etwas mechanisches machen. Dafür sind diese Übungen gedacht.

Fingerübungen für Akkorde am Klavier

Übung 1: Dreiklang-Arpeggios für die rechte Hand

Mit dieser Übung spielst du alle 12 Dur- und 12 Moll-Dreiklänge in allen Umkehrungen und zwar als Arpeggios. Alle fünf Finger werden dabei abwechslungsweise genutzt. Somit übst du Fingerfertigkeit, Beweglichkeit, sowie Treffsicherheit der Akkordtöne aller Dreiklänge in allen Umkehrungen.

mehr zu Dur- und Moll-Dreiklängen

mehr zu Tonarten

Übung 2: Stufen I, IV und V im Wechsel für beide Hände

Hier spielst du ganze Dreiklänge, wobei du zwischen den Stufen I, IV und V in verschiedenen Umkehrungen abwechselst. So übst du die Treffsicherheit der Dreiklänge und gleichzeitig die Stufen in allen 12 Dur-Tonarten. Diese Übung machst du einmal mit der rechten und einmal mit der linken Hand.

mehr zu Stufen

Übung 3: Beidhändige Arpeggios über die ganze Klaviatur

In dieser Fingerübung spielst du Dreiklänge übers ganze Klavier und wechselst dabei die Hände ab. Mit dieser Übung übst du weiterhin Dreiklänge in allen Tonarten und zusätzlich die Lockerheit deiner Handgelenke und die Geschmeidigkeit deiner Armbewegung.

Übung 4: Handgelenkübung für Arpeggios, für beide Hände

Hier spielst du Arpeggios im Oktaven-Griff hoch und runter mit einer Hand und achtest dabei auf eine gleichmässige Handbewegung. Diese Übung ist Voraussetzung für ein gesundes Spiel über eine Oktave.

Übung 5: Arpeggio-Übung für die linke Hand

Diese Übung bringt dir ein einfaches Begleitmuster für die linke Hand bei, in allen 12 Dur-Tonarten.

Quer durch alle Tonarten

Jede der 5 Übungen besteht aus einem Muster, das du durch alle 12 Tonarten spielst. Du machst sie also mindestens 12 Mal, jedes Mal von einem anderen Ton ausgehend.

Es gibt zwei Arten, wie du dabei von Tonart zu Tonart wechseln kannst: im Quintsprung oder chromatisch.

Im Quintsprung quer durch 12 Tonarten

Bei dieser Variante fängst du bei C-Dur an und hüpfst auf dem Quintenzirkel im Uhrzeigersinn von Tonart zu Tonart. Von C zu G, von G zu D und so weiter – bis du am Ende wieder bei C landest. Der Vorteil dieser Variante ist, dass du dich automatisch mit der Reihenfolge der Tonarten im Quintenzirkel vertraut machst während du die Übungen spielst.

Diese Variante ist im Noten-PDF unten ausgeschrieben.

Chromatisch durch alle 12 Tonarten

Chromatisch bedeutet, dass du nicht in Quinten von Tonart zu Tonart wechselst, sondern in Halbtonschritten. Du fängst also bei C-Dur an und gehst hoch zu Des-Dur, dann zu D-Dur, dann Es-Dur, dann E etc. Der Vorteil dieser Variante ist, dass du weniger überlegen musst, sondern immer einfach einen Schritt höher gehst. So kannst du dich besser auf das «Tastenbild» fokussieren und dir aktiv merken, wie die verschiedenen Tonarten auf der Klaviatur aussehen.

Diese Variante ist im Noten-PDF unten nicht ausgeschrieben, du kannst sie dir aber mühelos selbst zusammenbauen: Du liest einfach das erste Muster (C-Dur) und dann gehst du immer einen Halbtonschritt hoch. Solltest du mal die Orientierung verlieren, z.B. wenn du bei Es-Dur bist und du weisst nicht mehr welche Töne/Abstände dran sind, dann kannst du in den Noten bei Es-Dur nachschauen. Jedes Muster ist mit der jeweiligen Tonart angeschrieben zur einfachen Orientierung.

Fühl dich frei mit den Übungen zu experimentieren. Wichtig ist, dass du dabei immer im Takt bleibst! Spiel die Übungen lieber langsam und regelmässig als schnell und ungenau. So trainierst du dein Rhythmusgefühl gleich mit.

Noten: Fingerübungen für Akkorde am Klavier (PDF, 11 Seiten)

Hier geht’s zum Download:

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Artemi

Als Klavierlehrer ist Artemi leidenschaftlich dabei, das Know-How um das freie Klavierspiel für alle Tastenbegeisterte frei zugänglich zu machen. Jede und jeder soll Klavier spielen lernen können – kostenfrei und unkompliziert. > mehr über Artemi

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Hubert Metz

    Danke Artemi! Eigentlich lerne ich nur Klavierspielen, um mein Gehirn heraus zu fordern.
    Ich bin 83 J. Ich lerne auch mit Akkorden F C G Am und einfachen Pattern rauf und runter.
    Auf dem Keyboard. Es macht einfach Spaß, weil es harmonisch ist. Ich bin noch sehr langsam.
    Ich habe erst 02.22 angefangen. Du bringst die Sache auf den Punkt.
    Liebe Grüße Hubert

  2. beat stalder

    wunderbar

  3. ekkard richter

    Lieber Artemi,
    vielen Dank für das neue Material.
    Ich hoffe beim Durchspielen entsteht neue Inspiration für mich selbst.

    Grüße aus Sachsen

    Ekki

  4. Regina Tanner

    Danke Artemi !Deine Videos und schriftlichen Unterlagen finde ich sehr gut aufgebaut und aussergewöhnlich umfänglich , ich kann Deine Kurse nur ausdrücklich empfehlen ,wenn man sich für Harmonielehre und Akkorde interessiert !
    Herzliche Grüße ! Regina

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